Eine Prepaid-Karte für ausländische Touristen oder Geschäftsleute?

Wer in Deutschland unterwegs ist, der möchte auch hier mobil und günstig erreichbar sein. Egal ob Tourist oder Geschäftsperson, es gibt dabei nur ein Problem: Laut deutschem Gesetz (§111 TKG) muss der Kunde bei der Registrierung eine deutsche Adresse angeben. Normalerweise schicken Prepaid-Anbieter nach der Aktivierung der SIM-Karte einen Willkommensbrief per Post an die angegebene Adresse. Kann dieser Brief nicht zugestellt werden, wird die dazugehörende Karte wieder abgeschaltet. Das ist sehr unpraktisch, wenn der Aufenthalt länger als drei bis vier Wochen dauert oder die Karte bei einer weiteren Reise reaktiviert werden soll.

Wer dennoch nicht auf eine deutsche Sim-Karte verzichten möchte, für den gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Das Unternehmen Ortel Mobile hat sich auf internationale SIM-Karten spezialisiert und bietet zusammen mit den Relay-Läden eigene SIM-Aktivierungs-Terminals mit Touchscreen an. Hier können die Käufer ihre Karten sofort registrieren und sich freischalten. Nach Angaben von Ortel reicht dazu auch die Hotel- oder Pensionsadresse in Deutschland. An allen deutschen Flughäfen sollen solche Terminals bereitstehen.
  • Die Sim-Karten einiger Anbieter wie Fonic und Congstar können in Drogerien, Handy-Shops oder Elektronikläden gekauft werden und unterstützen ebenfalls die Verwendung der Pensions- oder Hoteladresse. Dennoch sollte man sich nochmals direkt beim Kundenservice darüber informieren.
  • Möglich wäre auch der Versand der bestellten Sim-Karte an eine deutsche Adresse von Verwandten oder Bekannten. Auch hier sollte dies vorher mit dem Anbieter abgesprochen werden.

In keinem Fall kann sich der Kunde eine deutsche Sim-Karte vor der Reise bestellen und sich ins Ausland schicken lassen. Es ist also nicht ganz so einfach eine deutsche SIM-Karte zu bestellen, dennoch ist es nicht unmöglich. Wer die lokalen Tarife nutzen möchte, dem stehen die oben genannten Möglichkeiten zur Verfügung.