Was ist ein Handy ohne Branding ?
Unter einem "gebrandeten" Handy versteht man ein Mobiltelefon, dass vom Anbieter leicht modifiziert wurde,
ohne dass die eigentlichen Funktionen davon betroffen sind. Dieses Branding erstreckt sich dabei sowohl auf
das Gerät selbst (Hardware) wie auch auf einige Softwareprogramme. Das oftmals unübersehbare
Betreiberlogo auf der Frontseite ist ja für viele Kunden noch zu ertragen, aber lästig wird das
Branding, wenn beispielsweise das mobile Surfen nur mit einer bestimmten Art von Browser möglich ist.
Auch andere wichtige Bereiche (z.B. die Benutzeroberfläche) werden beim Branding so verändert, dass
der Kunde sich immer wieder mit der jeweiligen Marke konfrontiert sieht. Die Modifikationen erfolgen meistens
schon direkt im Werk beim Hersteller und sind nicht zu verwechseln mit der SIM-Lock-Sperre. Der Begriff
entstand wahrscheinlich in Anlehnung an den Wilden Westen, wo die Cowboys und Farmer ihre Tiere mit einem
Brandzeichen versehen haben, um sie als Eigentum zu kennzeichnen.
Natürlich muss niemand ein solches Gerät nutzen, es werden auch genügend Handys ohne Branding
angeboten; prinzipiell ist jedes Vertragshandy auch ohne Branding zu haben. Das erlaubt wesentlich mehr
Individualität für den Nutzer, hat aber leider auch ein paar Haken. Der wohl größte
Knackpunkt bei einem Handy ohne
Branding ist der Anschaffungspreis. Bei einem einfachen Modell mag das noch zu verkraften sein, aber wer
ein modernes Gerät mit allen technischen Spielereien ohne Branding möchte, muss ziemlich tief in
die Tasche greifen. Im Gegenzug ist man bei einem Handy ohne Branding aber frei in der Wahl der installierten
Software, denn Benutzeroberfläche, Betriebssystem und andere Komponenten können frei gewählt
und installiert werden. Schließlich bieten auch die Mitbewerber zumindest teilweise sehr gute Programme
und Features an.
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